Von P. K. Sczepanek



Download 1.28 Mb.
Page6/114
Date21.01.2021
Size1.28 Mb.
1   2   3   4   5   6   7   8   9   ...   114
From: Wolfgang Sent: August 09, 2011

Subject: Das Erstarken - Brauchstumstag in Görlitz am 17./18.7.2011
Djen dobre, sehr geehrter P. Prof. Sczepanek !  Diesen Bericht (This letter) sende ich Ihnen (I am mailing to You) zur Veröffentlichung für Freunde (for press and frends). Bitte drucken Sie ihn aus unter "Einfügen" bitte  (Please, take  it out under "Einfügen") - .Mit freundlichen Grüßen,  Wolfgang Liebehenschel  

Subject: Das Erstarken - Brauchstumstag in Görlitz am 17./18.7.2011
Der 13. Schlesische Tippelmarkt im niederschlesischen Görlitz 2011 Görlitz, 17. / 18. Juli 2011 //

„Überall gibt’s Töpfermärkte - aber den schönsten gibt’s in Görlitz / Niederschlesien.“ –


Dies ist die Aussage vieler Töpfer, die Teilnehmer des diesjährigen, nun schon 13. Schlesischen Tippelmarktes waren. Sie sind und waren Görlitz-Begeisterte und glücklich, dass ihre Bewerbung im Januar erfolgreich verlief. Bis zu 150 Antragsteller waren es, und dem Vorstand des Tippelmarktes e.V. fiel die Auswahl wirklich nicht leicht – bei diesem vielfarbigen und typischen Dekor. Um Sonnabend und Sonntag rankte sich, wie eine Girlande, ein Programm mit Traditionen und Tänzen der Trachtengruppe Skt. Hedwig aus Mengelsdorf und den Trachtentänzern der Gruppe Djonatan aus Neuß, die alle im Festumzug mitmarschierten, wie die Bäcker, Fleischer und Gastronomen, die für das leibliche Wohl sorgten. – Mittendrin unser Oberbürgermeister Joachim Paulick, der gleich zu Beginn, auf der Kanzel an der historischen Rathaustreppe, den Töpfern das Marktrecht erteilte. Hoch oben auf dem Pferdefuhrwerk hielt auch die „Meister-Lade“ Einzug. Diese wurde dann im Laufe des Sonntags „gestohlen“, von „Taugenichtsen, Tagedieben und räuberischem Gesindel“, weil „die Wachleute versoffene Halunken und unzuverlässiges Pack“ waren. Das Schauspiel war sehr beeindruckend.
Das Motto lautete für die 2 Tage „Via regia – meisterliche Ton-Art“, passend zur Sächsischen Landesausstellung, die zur Zeit in Görlitz läuft. Eine Bläserserenade mit über 60 Mitgliedern bot einen hochkarätigen „Ton-Art-Ohrenschmaus“. Die Besucher stimmten singend ein bei dem Lied „Hoch auf dem Gelben Wagen“ , „Geh’ aus mein Herz …“, dem „Schlesierlied“, „Oberlausitzlied“ und bei „Kein schöner Land …“. Meine Moderation war natürlich in schlesischer Mundart. An vielen Ständen waren prächtige Dekorationen an der Töpferware zu entdecken, Früchte, Blumen, Gräser - ein sehr gediegener Schmuck, der alles ländlich-rustikal aussehen ließ. Bei meinem Rundgang mit Herrn OB Paulick überreichte er den vielen Besucherinnen und Händlern Rosen zur Begrüßung in unserem lieben Görlitz. Mit den Musikanten Franz Klemenz und Roland zog ich über den Markt und die Händler bekamen alle ein Ständchen; wunschweise gab es die schönen deutschen Volkslieder. Günter Meißner – der Singende Töpfermeister – überreichte dem diesjährigen Brautpaar nach der Trauung den Hochzeitspokal. Braut und Bräutigam kamen dann auf unsere Bühne und ließen weiße Tauben aufsteigen.
Diese schönen Bilder wird keiner vergessen, der dabei war. Die Bunzlauer Lehmmenschen (polnische Laienspieler) waren besondere Gäste, die sich phantastisch ausstaffiert hatten. Oberster Gedanke war: wir sind alle aus Lehm gemacht. – Das Ungewöhnliche zog viele - überwiegend staunende - junge Menschen an. Eine neue facettenreiche Erfahrung – „Ton und Lehm“ – eine neue Idee zur „Ton-Art“. Da war viel Gefühl dabei. –
Zur „meisterlichen Ton-Art gehörten selbsverständlich die Meisterbriefe der Töpfer und ihre ausgestellten Meisterstücke sowie eine außerordentliche Abstimmung über besonders gelungene Töpferarbeiten. Als Sieger wurde der junge Geselle Kurt Hirche aus Hirches Töpferei in Sagar bei Bad Muskau gewählt. Das Publikum gab ihm die meisten Stimmen für sein ganz besonderes Vogelhaus.
Der „Tippelmarkt e.V.“ hat einen Fotowettbewerb für besondere Bilder von Menschen, Architektur, Töpferwaren oder Schnappschüssen initiiert, in Görlitz bis zum Ende der Landesausstellung am 30. Oktober in A-4-Format einzusenden, mit Angaben, wer, wann, wo fotografierte. Als Preis winkt eine Fahrt in Rübezahls Reich ; der Sieger wird am „Schlesischen Christkindelmarkt“ am 6. Dezember 2011 in Görlitz bekannt gegeben. Die Bilder sollen beim nächsten, dem 14. Schlesischen Tippelmarkt 1012, gezeigt werden. Der Himmel hat es gut mit uns gemeint. Es war ein wunderschönes Wochenende mit sehr zufriedenen Töpfern von überall her.

Ich, als „das Schlesische Tippelweib“, grüße Sie mit dem Versel:

Doas vun Ost und West , von Süd und Nurd

Touristen kummen eegalfurt -

noach Gerrlitz kumm’n gefoahren,

doamit in een paar Joahren

oalle Schönheed, die Niederschlesien ziert,

dan Leuten hier zum Segen wird.

Schlesien - Glück auf !

Marianne Scholz-Paul
Adresse: Dorfstraße 38, 02829 Königshain, Kreis Görlitz

abgeschrieben vom handgeschriebenen Bericht der Verfasserin durch

Wolfgang Liebehenschel, 14165 Berlin
OBERSCHLESISCHESTIMME www.wochenblatt.pl

. Klappe, die erste! 12 junge Menschen aus Polen, ..... schaft Schlesien erinnern: Bastek Erhard ...
Die Brücke kennenlernen Der Botschafter der BRD, Rüdiger Freiherr von Fritsch, sieht Schlesien als eine Brücke zwischen Deutschland und Polen. Um diese Brücke besser kennenzulernen, traf sich der Botschafter mit den Vertretern der deutschen Minderheit.
Auf der preußischen Seite des Flusses Richard von Weizsäcker:

Es geht nicht darum, Grenzen zu verschieben, sondern ihnen den



trennenden Charakter für die Menschen zu nehmen.“
Das Hultschiner Ländchen: tschechisch Hlučisko, polnisch Kraik hulczyński, im

Okres Troppau in Tschechien ist ein Teil Tschechisch-Schlesiens. Benannt ist das im

Nordosten des Landes an der Grenze zu Polen gelegene Gebiet nach der Stadt Hlučin

(deutsch Hultschin), dem grten Ort der Region. Trotz des Steinkohlevorkommens

im ötlichen Teil des Lädchens am Landek bei Petrzkowitz (1939 bis 1945 Petershofen,

tschechisch: Ostrava-Petřkovice) ist das 286 km- große Gebiet nie wirtschaftlich

bedeutend gewesen. Quelle: wikipedia

Geboren als Hultschiner ist kein großer Vorteil. In der Umgebung

der Industriestadt Ostrau /Ostrava und um Troppau /Opava/ werden

zahlreiche Witze über die angebliche Geizheit der Bewohner des

Hultschiner Ländchens erzählt.
Erst wenn diejenigen diese Region besuchen und die hier lebenden Menschen näher kennen lernen, werden

die Meinungen geändert. Hinter allem steckt ein fast unglaublicher Arbeitswille der hier Ansässigen. Hart arbeiten sie

von Früh bis Abend, sodass man begreifen kann, dass sie ihr Hab und Gut mehr würdigen und schätzen, als die

Stadtbewohner von Ostrau, die in ihren Plattenwohnungen leben. Nur schwer können diese den früheren Zuschuss

(Gutscheine/Bony) aus Deutschland für Renten für die Witwen der im Krieg gefallenen deutschen Soldaten verstehen.

Während des kommunistischen Regimes wurde der strenge katholische Glaube der Hultschiner bewundert; in

die Kirche gingen auch kommunistische Funktionäre, sodass es aussah, als möchten sie ihre Gläubigkeit nachträglich

wieder gutmachen vor ihren roten Vorgesetzten.

Das Hultschiner Ländchen ist ein Riff im nordöstlichen Grenzgebiet der Tschechischen Republik, weit weg von Prag

und Brünn. Das Kulturleben ist nicht gerade gut. Der Anblick der schönen Wälder wird leider durch verseuchte

Zecken geschmälert. Die verworrene Geschichte und die Entwicklung des Hultschiner Ländchens bewirkten auf

der preußischen Seite das positive Ansehen.

Die Hultschiner bestreiten auch nicht, dass Deutsche den 2. Weltkrieg verursacht haben. Aber warum so viele

Tschechen aus dem Innern der Republik eine Vergeltung wünschen?




Share with your friends:
1   2   3   4   5   6   7   8   9   ...   114




The database is protected by copyright ©essaydocs.org 2020
send message

    Main page