Masaryk universität pädagogische fakultäT



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MASARYK UNIVERSITÄT

PÄDAGOGISCHE FAKULTÄT

Lehrstuhl für deutsche Sprache und Literatur


Gewalt als Thema des deutschsprachigen Jugendbuches

Diplomarbeit


Brünn 2014

Betreuerin: Verfasserin:



PhDr. Jana Baroková, Ph.D. Bc. Ivana Hřebačková

Erklärung

Ich erkläre hiermit, dass ich die Diplomarbeit selbständig ausgearbeitet habe, und nur die im Quellenverzeichnis angegebenen Informationsquellen benutzt habe.

Ich bin damit einverstanden, dass meine Arbeit in der Bibliothek der Pädagogischen Fakultät an der Masaryk-Universität zu den Studienzwecken aufbewahrt wird.
Brünn, 15. 4. 2014 …………………………….

Bc. Hřebačková Ivana




Danksagung:

Ich möchte mich hiermit bei PhDr. Jana Baroková, Ph.D. für ihre Betreuung, ihre wertvollen Ratschläge und Unterstützung bei der Bearbeitung meiner Diplomarbeit sehr bedanken.

Besonderes möchte ich mich bei Frau Helene Pammer für ihre Hilfe herzlich bedanken.

Inhalt


Einleitung 3

Charakteristik von Gewalt 4

Typologie der Gewalt 4

Gewalt als Thema der Jugendliteratur aus historischer Sicht 8

Heidi Hassenmüller 12

Analyse des Werkes Gute Nacht Zuckerpüppchen 12

Inhaltsangabe 12

Charakteristik von Hauptpersonen 13

Fazit 17

Gregor Tessnow 19

Analyse des Werkes Knallhart 19

 Inhaltsangabe 19

Beschreibung von Hauptpersonen 20

Fazit 22


Christian Linker 24

Analyse des Werkes RaumZeit 24

Inhaltsangabe 24

Charakteristik von Hauptpersonen 25

Fazit 27

Kirsten Boie 29

Analyse des Werkes Erwachsene reden. Marco hat was getan. 29

Inhaltsangabe 30

Charakteristik von Hauptpersonen 30

Fazit 34


Zoran Drvenkar  36

Analyse des Werkes Cengiz & Locke 36

Inhaltsangabe 36

Charakteristik der Hauptpersonen 37

Fazit 40

Zusammenfassung 42

Resumé 43

Ressume 44

Literatur 45



Einleitung


Die Gewaltdarstellung in Medien, Literatur oder Kunst ist keine Erscheinung des 20. Jahrhunderts. Seit dem Anfang der Menschheitsgeschichte bildet Gewalt einen integrierenden Bestandteil der menschlichen Kultur. Es ist also kein Wunder, dass der Mensch die Notwendigkeit fühlte, sich mit Gewalt auszudrücken und es in der Kunst zeigte. Die Leute in der Steinzeit stellten in ihren Wandgemälden Jagd dar. Die frühesten literarischen Werke sind voll von Gewalt. Alte germanische Sagen und Mythen zeigen nicht nur tapfere Helden und hilfsbereite Götter, sondern auch Gewalt in sehr drastischer Form, wie z.B. Kampf, Mord, Blutvergießen, Rache usw.. Über den ersten Brudermord können wir auch in der Bibel erfahren.

Die Gewalt betrifft nicht nur Erwachsene, sondern ist auch ein untrennbarer Bestandteil der Welt der Kinder. Kinder sind oft mit Gewalt im Fernsehen, im Internet, in der Schule oder zu Hause von der Seite ihrer Eltern konfrontiert. Gerade das Thema der Gewalt im Fernsehen und besonders in den zahlreichen Videospielen ist in heutiger Zeit ein sehr diskutiertes Thema. Die Meinungen zur Gewalt sind unterschiedlich. Manche glauben, dass gerade Gewalt im Fernsehen und anderen Medien bei den Kindern aggressives Verhalten verursachen kann. Im Gegenteil denken manche, dass Gewalt in den Medien auftreten soll, denn die Gewalt ist ein fester Bestandteil des menschlichen Lebens. Die Gewalt tritt nicht nur im Fernsehen, sondern auch in der Kinder- und Jugendliteratur auf.

In meiner Diplomarbeit werde ich mich darauf konzentrieren, wie einzelne Autoren in ihren Werken die Gewalt darstellen. Das Ziel meiner Diplomarbeit ist also, den Inhalt, die Charaktere der Hauptpersonen und das Thema der Gewalt bei den ausgewählten Werken, zu analysieren. Konkret handelt es sich um folgende fünf Werke: Gute Nacht Zuckerpüppchen von Heidi Hassenmüller Knallhart von Georg Tessnow, RaumZeit von Christian Linker, Erwachsene reden. Marco hat was getan. von Kirsten Boie und Cengiz & Locke von Zoran Drvenkar.

Im ersten Teil meiner Diplomarbeit werde ich zuerst kurz die Begriffe, die mit der Gewalt zusammenhängen, definieren. Dann werde ich eine Typologie der Gewalt und eine Übersicht, welche Typen von Gewalt und kriminellem Handeln in der Jugendliteratur vorkommen, ausarbeiten. Im zweiten Kapitel der Arbeit werde ich mich mit dem historischen Überblick über der Kinder- und Jugendliteratur und der Darstellung der Gewalt beschäftigen.




Charakteristik von Gewalt


In diesem Kapitel möchte ich den Begriff Gewalt erläutern, und versuchen, ihn weiter auszuführen. Mit der Gewalt sind zwei weitere Begriffe, Aggression und Aggressivität, eng verknüpft, die ich auch erläutern möchte. Alle Begriffe sind nur sehr schwer zu erklären, denn es gibt keine eindeutige Definition.

Aggression kann man als eine Verhaltensweise beschreiben, die in der Schädigung eines Organismus oder Gegenstandes besteht. Nicht nur diese Verhaltensweisen, sondern auch die Emotionen wie: Ärger, Wut, Hass oder Zorn, werden als aggressiv bezeichnet und sind häufig mit dem aggressiven Verhalten verbunden.1 Aggression kann offen (körperlich, verbal), verdeckt (phantasiert), positiv (von der Kultur gebilligt) oder negativ (missbilligend) sein.2

Unter dem Begriff Aggressivität wird eine erschlossene, relativ überdauernde Bereitschaft zum aggressiven Verhalten verstanden. Es geht mehr um eine persönliche Disposition oder eine Neigung zum aggressiven Verhalten. 3

Die Weltgesundheitsorganisation definiert den Begriff Gewalt als:4 „Der absichtliche Gebrauch von angedrohtem oder tatsächlichem körperlichem Zwang oder physischer Macht gegen die eigene oder eine andere Person, gegen eine Gruppe oder Gemeinschaft, der entweder konkret oder mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Verletzungen, Tod, psychischen Schäden, Fehlentwicklung oder Deprivation führt.“ Gewalt kann man auch als eine Form verstehen, wie sich die Aggression verwirklicht.



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