Unsere Künstler malten für den Kosovo Informationsblatt des Bundes-Blindenerziehungsinstitutes



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1/2003


Unsere Künstler malten für den Kosovo



Informationsblatt des Bundes-Blindenerziehungsinstitutes



L

iebe Leserinnen und Leser!


Leider kommt diese Ausgabe etwas verspätet zu Ihnen, aber dafür gibt es eine Erklärung: Ein Teil des Redaktionsteams fiel heuer der Grippe zum Opfer und besonders arg hatte es unseren "Chefredakteur", Herrn Prof. Schmid, erwischt.

Wenn Sie diese Ausgabe aufmerksam lesen, dann können Sie ermessen, welche Bandbreite an Veranstaltungen und Kooperationen wir ausnützen. Von unseren 11 Förder- und Lehrplanabteilungen sind nahezu alle mit Beiträgen vertreten, vom "Schulkind Klausi" aus der Basalen Förderklasse bis hin zur Projektpräsentation der 3. HAS. Wir dokumentieren, was moderner Unterricht mit Sehgeschädigten bedeutet, ohne die pädagogischen Grundprinzipien zu vernachlässigen. Wir arbeiten innovativ und nehmen Angebote von diversen "Anbietern" - vom Österreichischen Kulturservice bis zur Stadt Wien - an, um an verschiedensten Veran­staltungen teilzunehmen. Auf der einen Seite profitieren WIR, auf der anderen zeigen WIR unser Können.

Dass das Blindeninstitut mehr als eine Schule ist, zeigen die vielen außerschulischen Kontakte. In den vergangenen Wochen waren wir besonders im Bereich der Kunst gewünschte Partner - von Kunstfotografie über Malerei bis zum "Turmbau zu Babel" in Graz. Aber auch die Pflege von Paten- und Partnerschaften - von Wien bis Nicaragua - kam nicht zu kurz.

Immer wieder bekommen wir E-mails bezüglich "Entwicklungshilfe" im sehgeschädigtenspezifischen Bereich aus der Dritten Welt. Im Februar war eine Delegation aus Sri Lanka bei uns, erst vor wenigen Tagen erhielten wir eine Anfrage aus Indien.

Zahlreiche "Besuche" - von Studierenden bis hin zu Schulklassen, die Projekte veranstalten - gehören zu unserem Alltag. Und doch bedeutet diese oft für unsere Schülerinnen und Schüler belastende Arbeit Öffentlichkeitsarbeit und ist wichtig für uns alle, damit der Sehgeschädigte in der Gesellschaft seinen ihm zustehenden Platz erhält.

Arbeitsintensive Wochen liegen hinter uns, arbeitsintensive Wochen bis Schulschluss werden die erste Hälfte des "Jahres der Menschen mit Behinderung 2003" abschließen. Wir arbeiten in allen Abteilungen gezielt weiter und leisten so unseren Beitrag für dieses besondere Jahr.

Und nun, liebe Leserinnen und Leser, überzeugen Sie sich vom bunten Leben in unserem Haus und der qualitativ hochstehenden Arbeit, die von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern geleistet wird.

Susanne Alteneder


prov. Leiterin

BBI intern

Aus der Redaktion


Einige Besonderheiten und Neuerungen bietet diese Ausgabe. Am Auffälligsten ist die Beilage, das Ergebnis eines COOL-Projektes. Näheres hierzu findet sich im entsprechenden Artikel in der Rubrik "Projekte".

Große Gedenkjahre werfen ihre Schatten voraus. 2004 feiern wir "200 Jahre Blindenbildung im deutschsprachigen Raum". Zu diesem Anlass veröffentlichen wir in einer neuen Rubrik in Fortsetzungen einen Schatz aus unserem Museum, nämlich eine Schrift des Begründers der Blindenbildung im deutschsprachigen Raum, Johann Wilhelm Klein, aus dem Jahre 1819.

Mit Absicht folgt dieser Auszug einem Bericht über den Beginn der Blindenbildung in Nicaragua.

Als dritte Neuerung erscheinen Texte, die zum Lesen und Hören geeignet sind.

Unsere Homepage wird "runderneuert"! Die URL bleibt gleich: www.bbi.at. Noch vor Ende dieses Schuljahres wird das neue Aussehen zu bewundern und zu prüfen sein. Um die Lust auf das Lesen von BBInfo zu erhöhen, werden einige Ausschnitte im Internet veröffentlicht.

Bleiben sie uns als Leserinnen und Leser gewogen!

Erich Schmid

Personelles


Da Frau Koll. Friedl in Frühkarenz gehen musste, übernahm ihre S1-Klasse Frau Ursula De Colle.

Sr. Martha Gartner trat mit 1. März 2003 in den Ruhestand. Sr. Gerti Ekim komplettiert nun das Team der Krankenstation.

Unser Portier Walter Leeb erkrankte plötzlich schwer, befindet sich aber Gott sei Dank bereits auf dem Weg der Besserung. Ich danke unserem ehemaligen Schüler, Herrn Martin Hinterhölzl, dass er uns ehrenamtlich den Portierdienst über Wochen teilweise übernahm.

Es ist mir eine traurige Pflicht, Sie vom Ableben zweier Persönlichkeiten in Kenntnis setzen zu müssen.

Im Jänner verstarb plötzlich und unerwartet Herr Wilhelm Woldrich, unser "Verbindungsmann" nach Weißrussland. Herr Woldrich legte vor einigen Jahren den Grundstein zur Partnerschaft mit der Blindenschule Minsk. Seither kamen jedes Jahr ca. 6 Jugendliche sehgeschädigte Schülerinnen und Schüler aus Minsk mit ihren Betreuerinnen für zwei Wochen im Juni ins BBI. Gemeinsame Lehrausgänge, Exkursionen, Wandertage und Praterbesuche vertieften Freundschaften und ließen so gelebte Völkerverständigung zu. Herr Woldrich war es aber auch, der uns wiederum die russische Kultur in Form von Konzerten russischer Chöre näher brachte. Die Aula war jedes Mal erfüllt von prächtiger Stimmung und Herr Woldrich verstand es, mit launigen Worten durch das Programm zu führen.

So weit es in unserer Macht steht, wollen wir die Tradition aufrecht halten und "die Minsker" weiterhin im Juni nach Wien einladen. Der Organisator, Herr Woldrich, wird uns fehlen!

Im März dieses Jahres verstarb Frau Elisabeth Knapp. Selbst Schülerin unseres Hauses, verschrieb sie seit Jahrzehnten einen Teil ihrer Freizeit der Förderung blinder Kinder im Lesen und Klavierspiel. Auch die Blindennotenschrift war ihr ein großes Anliegen. Ehrenamtlich war sie bis vor etwa einem Jahr mit den Kindern tätig. Leider musste sie dann wegen ihrer Erkrankung ihre ertragreichen Besuche im BBI einstellen. Einige Schülerinnen und Schüler nahmen mit Frau Ulz an der Beisetzung von Frau Knapp teil. In Dankbarkeit denken wir an Frau Knapp!

Susanne Alteneder


prov. Leiterin
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