Begründung zur Vorlage Nr. 12/2328



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Begründung zur Vorlage Nr. 12/2328

Der Kulturausschuss hat die Verwaltung beauftragt, ihn bei Abschluss der Vorüberlegungen und vor Eingehen von rechtlichen Verpflichtungen bei geplanten Ausstellungen über 150.000 € zu unterrichten und ihn regelmäßig über die weitere Planung und Realisierung dieser Ausstellungen in Kenntnis zu setzten.
Zuletzt erfolgte der regelmäßige Bericht der Verwaltung mit Vorlage-Nr. 12/2010 in der Sitzung des Kulturausschusses am 31.01.2007.
Wie bereits mit Vorlage Nr. 12/2010 dargestellt, hat die Ausstellung „Roots // Wurzeln der Menschheit“ eine hohe Resonanz in der Öffentlichkeit gehabt und zu 65% Erstbesucher/-innen in das RLMB gelockt.
Zielsetzung der folgenden Ausstellungen des RLMB ist, das durch die Ausstellung „Roots // Wurzeln der Menschheit“ gewonnene Image zu erhalten und weiter auszubauen.
Im Rahmen der Ausstellung „Roots // Wurzeln der Menschheit“ konnte festgestellt werden, dass hierfür eine gute Ausstellungsarchitektur sowie eine erfolgreiche Werbekampagne unerlässlich sind, um die Besucher/-innen dauerhaft an das RLMB mit seinem vielfältigen Angebot zu binden.
Dem wurde in der Ausstellungsplanung der folgenden Ausstellungen Rechnung getragen.


Von den Göttern zu Gott, 14.12.2006 – 15.04.2007
Anlässlich des 150-jährigen Bestehens des Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz zeigte das RLMB in Zusammenarbeit mit dem Rheinischen Verein den Prozess der Christianisierung im Rheinland.

1. Besucherzahlen
In der Zeit vom 14.12.2006 – 15.04.2007 haben 29.317 Besucher/-innen im RLMB die Sonderausstellung „Von den Göttern zu Gott“ gesehen.
Während der Ausstellungsdauer haben bis zum 31.03.2007 (die Zahlen für April liegen noch nicht vor) 211 Führungen stattgefunden.

Begleitend zu der Ausstellung fand eine Vortragsreihe mit insgesamt 13 Fachvorträgen statt. Diese Vorträge wurden von 1.123 Besucher/-innen besucht.



2. inhaltliche Aspekte
In der Ausstellung „Von den Göttern zu Gott“ wurden 250 Exponate ausgestellt. In ihr konnten damit die bedeutendsten und wichtigsten archäologischen Funde und Befunde, die Auskunft über die Genese des frühen Christentums zwischen Xanten und Worms geben, präsentiert werden.
Den Besuchern/-innen der Ausstellung wurden nicht nur zahlreiche spektakuläre Neufunde , wie z.B. die Fischlampe, der Balkenkopfzier aus Worms, ein Helm mit Christogramm aus dem Maasgebiet gezeigt, sondern auch die wichtigsten Ergebnisse aus den letzten zwanzig Jahren archäologischer Forschung vorgestellt.
Ein weiter wichtiger Themenkomplex der Ausstellung galt den frühen Kirchen im Rheinland. Moderne, auf dem aktuellen Forschungsstand basierende computeranimierte CAD-Präsentationen der bedeutendsten Kirchenbauten im Rheinland konnten, neben eigens für die Ausstellung konzipierten Modellen (z.B. zum Bonner Münster und zu den Landkirchen), verdeutlichen, dass sich die meisten Sakralbauten im Rheinland erst ab dem 6. Jahrhundert archäologisch nachweisen lassen.
Mit dieser Ausstellung wurden die Ergebnisse der neueren interdisziplinär ausgerichteten Forschung gebündelt und damit einem breiten Publikum zugänglich gemacht. Es wurde deutlich, wie differenziert heute, im Vergleich zur älteren archäologischen Forschung - die noch sehr viel schneller die Zuschreibung "christlich" vorgenommen hat - die Funde und Befunde analysiert und bewertet werden.

3. Werbung, Marketing
Nach der Ausstellung „Roots // Wurzeln der Menschheit“ hat auch die Ausstellung „Von den Göttern zu Gott“ eine hohe Resonanz in der Presse gefunden.
Während des Ausstellungszeitraums beauftragte das RLMB ein Mediascreening über die Berichterstattung der Ausstellung. Dokumentiert ist das Ergebnis der lokalen und überregionalen Medien.
Da während des gesamten Ausstellungszeitraumes regelmäßig regionale Zeitungen wie der Generalanzeiger und die Rhein-Zeitung, aber auch überregionale Printmedien, wie die Welt, über die Ausstellung berichteten, konnten im Bereich der Printmedien insgesamt 5.744.678 Kontakte hergestellt werden.
Alleine die Ausstellungseröffnung wurde in 25 Zeitungen bekannt gegeben. Die dpa wies mit Meldungen vom 06.12.2006 und 13.12.2006 auf die Ausstellung und ihre Eröffnung hin. Mitte Februar erschien zu der Ausstellung ein Artikel im Feuilleton der Welt.
Im Fernsehen berichtete der WDR in der Lokalzeit Köln über die Ausstellung. Auch war sie Thema in der Rundfunksendung Mosaik im WDR 3.
Online konnten 1.216.237 Kontakte registriert werden.
Daneben wurde die Ausstellung durch zwei Werbeflights über Außenwerbung beworben. Neben Plakaten in 30 Dreieckständern, wurden 19 Traffic Boards auf Bussen, ein Big Banner im Bonner Hauptbahnhof, 30 City-Light-Säulen sowie 34 Gesamtsäulen in den Städten Köln und Bonn gebucht.
Insgesamt wurden ca. 60.000 € für Maßnahmen im Bereich Werbung und Marketing eingesetzt.

4. Finanzen
Der Etat der Ausstellung wurde im Verlauf der Ausstellung zur Verbesserung der Ausstellungspräsentation und für eine verbesserte Werbung Ende 2006/Anfang 2007 auf insgesamt 217.000 € erhöht, als absehbar war, dass entsprechende Einsparungen im Budget des RLMB im Jahr 2006 erwirtschaftet werden konnten.

Dieser Betrag setzt sich aus Eigenmitteln des RLMB in Höhe von 167.000 € sowie Fremdmitteln in Höhe von 50.000 € zusammen.


Insbesondere die für Werbemaßnahmen vorgesehenen Mittel wurden Ende Januar 2007 aufgestockt, als deutlich wurde, dass durch Kanalbauarbeiten in der Colmantstraße die Besucherzahlen einzubrechen drohten. Diesem Trend konnte durch den zweiten Werbeflight entgegengewirkt werden.


Die Finanzierung der Ausstellung erstreckt sich auf folgende Bereiche:



Transport und Versicherung

77.850 €

Ausstellungslayout/-aufbau

60.093 €

Werbung

67.057 €

Sicherheitsreserve *

12.000 €

insgesamt

217.000 €

* Die Sicherheitsreserve wurde aufgrund der Vorgaben aus dem Ausstellungscontrolling in das Budget eingestellt und soll unvorhergesehene Aufwendungen auffangen.


Die Ausgaben bis zum 31.03.2007 belaufen sich auf insgesamt 121.990 €. Bereits jetzt ist absehbar, dass nicht die gesamten eingestellten Mittel benötigt werden.


Krieg und Frieden. Kelten-Römer-Germanen, 21.06.2007 – 06.01.2007
Zu dieser Ausstellung wurde zuletzt mit Vorlage Nr. 12/2010 vom 16.01.2007 berichtet.
Ausstellungsinhalt:

In den Jahren 58 52 v.Chr. eroberten römische Truppen unter Caius Julius Caesar Gallien. Das antike Gallien entsprach ungefähr dem heutigen Frankreich, reichte aber im Osten bis an den Rhein. 55 v.Chr. standen erstmals römische Truppen auch im Rheinland. Hier trafen „Kelten“, „Römer“ und „Germanen“ unmittelbar aufeinander; alles, was sich in den folgenden Jahrzehnten bis in die zweite Hälfte des 1. Jahrhunderts n.Chr. ereignete, reichte vom offenen Krieg bis zum friedlichen Zusammenleben. Seit Domitian (81 96 n.Chr.) gehörten weite Teile der Region zwischen dem Mittelgebirgsraum und der Rheinmündung zur Provinz Germania Inferior, deren Hauptstadt das heutige Köln war.

Anlass zur Ausstellung „Krieg und Frieden. Kelten – Römer   Germanen“ gibt einerseits der zwischen dem 23.07. 27.07.2007 an der Rheinischen-Friedrich-Wilhelms Universität Bonn und am Rheinischen LandesMuseum Bonn stattfindende XIII. Internationale Keltologenkongress und andererseits das in den Jahren 1994-2000 durchgeführte Projekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft zu den Romanisierungsprozessen im deutschen Mittelgebirgsraum („Kelten, Germanen, Römer im Mittelgebirgsraum zwischen Luxemburg und Thüringen“). Zahlreiche der dort gewonnenen richtungsweisenden Erkenntnisse sind sowohl in die Ausstellung als auch in dem als Handbuch konzipierten Katalog zur Ausstellung eingeflossen.


Es sind daher die komplexen Ereignisse und die sich daraus ergebenden tief greifenden kulturellen Veränderungen, die sich während des 1. Jahrhunderts v. Chr. und des 1. Jahrhunderts n. Chr. vollzogen, die im Zentrum der Ausstellung „Krieg und Frieden. Kelten – Römer – Germanen“ stehen werden.

Sachstand der Ausstellungsvorbereitungen
Das Feinkonzept der Ausstellung ist zwischenzeitlich erstellt. Die damit verbundenen Ausschreibungen und Vergaben sind veranlasst.
Die Ausstellung wird zu 70 % mit eigenen Exponaten des RLMB realisiert werden können. Die Zusagen der Leihgeber liegen ebenfalls vor.

In die Thematik der Ausstellung eingeführt werden die Besucher/-innen bereits im Eingangsbereich des RLMB. Dort wird eine Projektion die Ausbreitungsbewegungen der Römer im Zusammenspiel mit der Bewegungen der Kelten und der Germanen in dem Zeitrahmen vom 4. Jh. v. Chr. bis 14 n. Chr. (Tod des Augustus) darstellen.


In einem ersten Raum der Ausstellung erfolgt die Vorstellung der einzelnen Völker, die im 1. Jahrhundert v. Chr. zwischen Mittelgebirgsraum und südlichen Niederlanden siedelten.
Der folgende Raum stellt die Eroberung dieser Region durch die Römer dar und erklärt die Motivation Caesars für seine Feldzüge. Anhand einer großen Bodenkarte werden die Feldzüge Julius Caesars dargestellt.
Die Ausstellung leitet dann über in die Phase unmittelbar nach der militärischen Eroberung. Auf Monitoren werden Animationen zu den Lagern bzw. Stadtgründungen Neuss, Waldgirmes und Xanten zu sehen sein.
Anschließend wird die Romanisierung für die Besucher/-innen erschlossen. Eine Bodenkarte wird die Besiedlung im Rheinland mit allen Fundpunkten (ca. 19.000) darstellen. Auch wird das Augenmerk der Besucher/-innen auf Schriftlichkeit, Münzwirtschaft und Vermessung gezogen. Hierzu ist es gelungen, eines der wenigen erhaltenen Kataster aus römischer Zeit als Leihgabe zu erhalten. Weihealtäre und Funde aus den Heiligtümern Martberg und Karden geben Einblick in den Wandel im religiösen Bereich.
Der folgende Raum widmet sich der Romanisierung in den Gräbern und zeigt die Vielfalt der möglichen Formen. Im Rahmen eines besonderen Raumeinbaus wird der Bataver-Aufstand dargestellt. Höhepunkt wird dabei die besondere Inszenierung des Dolches sein, der den Besucher/-innen aus der Werbekampagne bekannt sein wird.
An Hand einer weiteren Projektion wird der durch das Rheinische Amt für Bodendenkmalpflege gegrabene Siedlungsplatz Jüchen-Neuholz mit einem keltischen Gehöft und nachfolgender römischer Villa ebenso gezeigt, wie anhand von Modellen die Entwicklung von Tongeren, einer mittelgroßen römischen Stadt. Mächtige Architekturteile stehen stellvertretend für die Metropole Köln, deren Großbauten mit zeitgleichen Gebäuden in Italien konkurrieren konnten.

Abschluss der Ausstellung wird ein Ausblick in die Zeit des 2.-3. Jh. n. Chr. sein, in der die Pax Romana – der römische Frieden – im Rheinland in Form ein Mischung aus einheimischer und mediterraner Kultur das Leben der Menschen bestimmt. Symbolisch steht hierfür ein „Wald“ aus Jupitersäulen, die charakteristisch für unseren Raum sind und vermutlich auf eine Verschmelzung keltisch-germanischer und römischer Vorstellungen zurückgehen.


Begleitend zu dieser Ausstellung wird anknüpfend an den großen Erfolg der Kindermitmachausstellung „Grab mal, frag mal, schau mal“ erneut eine Kindermitmachausstellung angeboten.

Diese wird neben einer Grabungssituation, Nachbauten eines begehbaren keltischen Hauses, einer stadttorartigen Anlage der Kelten, eines germanischen Langhauses sowie den Eingangsbereich einer römischen Villa umfassen. In allen Stationen werden museumspädagogische Angebote vorgehalten.



Werbung, Marketing
Für die Ausstellung „Krieg und Frieden. Kelten – Römer – Germanen“ werden zzt. mehrere Pressekonferenzen, die verteilt über den Ausstellungszeitraum stattfinden, vorbereitet. Themenschwerpunkte bilden dabei die Ausstellungseröffnung, der Veranstaltungsbereich um die keltische Nacht und Aktionen im Kindermitmachbereich.

Terminiert ist bereits die Pressekonferenz zur Eröffnung der Ausstellung am 20.06.2007. 

 

Über den gesamten Ausstellungszeitraum wird das RLMB immer wieder verschiedene Themen in der regionalen Presse platzieren, um eine breite Streuung zu erreichen. In verschiedenen Evaluierungen wurde festgestellt, dass die Berichterstattung ein wichtiger Grund für Besucher/-innen ist, eine Ausstellung zu besuchen. 


Desweiteren sind drei große Werbeflights über Außenwerbung geplant. Es werden sowohl Traffic Boards auf Bussen, Big Banner, Dreieckständer, als auch beleuchtete und unbeleuchtete Säulen genutzt. Highlight im zweiten Werbeflight wird ein BigBanner im Kölner Hauptbahnhof sein.

Der erste Werbeflight in der Zeit vom 08.06. – 14.06.2007 ist bereits gebucht. Die weiteren Werbeflights werden im August und November 2007 folgen.

Begleitend erfolgt eine Anzeigenkampagne in regionalen und überregionalen Printmedien.

 

Auf Grund der Erfahrungen während der Ausstellung „Roots // Wurzeln der Menschheit“ wird auch zu der Ausstellung „Krieg und Frieden. Kelten - Römer – Germanen“ eine Promotion-Tour stattfinden. Diese beinhaltet u.a. die Präsenz auf Stadtfesten in der Region, um die Ausstellung dort nah an den zukünftigen Besuchern/-innen vorzustellen.



  

In Zusammenarbeit mit der Tourismus und Congress GmbH Bonn werden Pauschal-Angebote vermarktet, die auch den Eintritt in die Sonderausstellung des RLMB beinhalten.

Auf der Internationalen Tourismus Börse in Berlin konnten mehrere Kontakte zur weiteren Vermarktung der Ausstellung geknüpft werden. Das RLMB ist in den Ausflugstipps der Deutschen Bundesbahn an erster Stelle für die Stadt Bonn verzeichnet und wird mit der Ausstellung „Krieg und Frieden. Kelten- Römer – Germanen“ auch in den Klassenfahrten-Katalog eingestellt werden. Im Städtereisen-Katalog von ITS wird die Ausstellung angeboten und Ameropa wird ein monatliches Spezial zur Ausstellung mit dem RLMB veranstalten.

Kosten und Finanzierungsstand

Für diese Ausstellung werden Eigenmittel in Höhe von 354.000 € eingesetzt.

Die Erhöhung der Eigenmittel um 117.000 € wurde durch Einsparungen im Budget des RLMB in 2006 möglich. Die Erhöhung der Eigenmittel kommt einer hochwertigeren Ausstellungsarchitektur sowie insbesondere einer verbesserten Bewerbung der Ausstellung zu Gute.

Von den Eigenmitteln wurden bisher 44.742 € (Stand 31.03.2007) verausgabt.


Für die Ausstellung wird ein Sondereintritt in Höhe von 7,00 € für Erwachsene erhoben.

Während der Ausstellung „Krieg und Frieden. Kelten – Römer – Germanen“ werden zwei weitere Wechselausstellungen im RLMB gezeigt, die das Thema „Macht und Gewalt“ aufnehmen und die den Besuchern/-innen die Vielfältigkeit des RLMB als archäologisches aber auch kunsthistorisches Museum bis hin zur Kunst der Moderne aufzeigen werden.



Wolf Vostell – "Meine Kunst ist der ewige Widerstand gegen den Tod", 16. 08. 2007 – 25. 11. 2007

Ausstellungsinhalt:

Wolf Vostell gehört zu den bedeutendsten deutschen Künstlern des 20. Jahrhunderts, wobei mit seiner Kunst Erinnerungen an die künstlerischen Aufbrüche in den sechziger Jahren, an Happenings, an Fluxus und an seine Dé-coll-agen und Installationen verbunden sind. Vostells früher Einsatz von Neuen Medien in der Kunst machte ihn darüber hinaus zu einem Vorreiter der Videokunst neben Nam June Paik. Wolf Vostell gelang der Ausbruch aus der ästhetischen Tradition der Nachkriegszeit hinein in eine unmittelbare Wirklichkeit, in der er sich als Zeitgenosse und als scharfer Analytiker der Gegenwart immer wieder mit unangenehmen Fragestellungen auseinandersetzte. Sein Werk erscheint in der heutigen Zeit so aktuell wie in seinen Anfangsjahren.
 
Vostell befasste sich in seinem gesamten Lebenswerk immer wieder mit der Frage, warum und in welcher Qualität der Mensch Gewalt und Macht einsetzt, gegen sich selbst, gegen andere Menschen und auch gegen die Natur als Gesamtgeschöpf. Diesem Themenkomplex spürte er in den unterschiedlichsten Formen nach, bis zu seinem Tod 1998.
 
Das letzte große Triptychon, das Vostell vor seinem Tod gemalt hat, trägt den Titel „Shoa" und verweist auf die Judenverfolgungen von 1492 und 1945. Die historische Dimension des Holocaust bringt er in den Kontext von Spanien, Amerika und Deutschland. Um dieses große Gemälde präsentiert das RLMB eine Ausstellung, in der von frühen Anfängen bis zu seinen letzten Äußerungen sein Thema von Gewalt, Macht und Ohnmacht deutlich wird.
 
Im Oktober 2007 wäre Wolf Vostell 75 Jahre alt geworden. Die Ausstellung erinnert an einen der unruhigsten Geister des 20. Jahrhunderts, dessen inhaltliche Tiefe und Aktualität heute immer noch wirkt und dessen bildkünstlerische Manifestationen heute aktueller zu sein scheinen denn je.
 
Die Ausstellung wird begleitet von einem Katalog, in dem viele Wegbegleiter von Vostell in kurzen Statements sich zu seinen Arbeiten und Werken äußern. Im Anschluss an die Präsentation im Rheinischen LandesMuseum wird die Ausstellung in Nimes in Frankreich und dann in Spanien im Museum für zeitgenössische Kunst in Badajos gezeigt.

Kosten und Finanzierungsstand

Für diese Ausstellung sind Eigenmittel in Höhe von 75.000 € eingeplant. Hiervon wurden bisher 25.195 € (Stand: 31.03.2007) verausgabt.


Michelangelo (Arbeitstitel), 12.09.2007 - 28.10.2007

Ausstellungsinhalt
Die Inhalte der beiden großen Ausstellungen des RLMB für den Sommer und Herbst 2007 mit „Krieg und Frieden. Kelten – Römer - Germanen“ und „Wolf Vostell – meine Kunst der ewige Widerstand gegen den Tod“ kreisen um das Thema Macht und Gewalt.
Durch die Zusammenarbeit mit dem Ausstellungszentrum Palazzo Bricherasio Turin und dem Michelangelo-Museum Casa Buonarotti Florenz ergibt sich kurzfristig die Möglichkeit, in der Reihe Zeichenkunst des RLMB eine Ausstellung mit Zeichnungen Michelangelos zu zeigen, die ebenfalls das Thema Macht und Gewalt thematisieren.
Im Zentrum der Ausstellung steht eine der berühmtesten Zeichnungen Michelangelos überhaupt, eine große Studie zu seinem verlorenen Ölgemälde Leda mit dem Schwan. Dieses Bild war ein diplomatisches Geschenk an den Herzog von Ferrara zum Zeitpunkt des Florentiner Aufstandes 1529 gegen die Herrschaft der Medici. Michelangelo unterstützte den Aufstand als Festungsbaumeister, fünf seiner schönsten und bedeutendsten Architekturzeichnungen zu diesem Thema sind in der Ausstellung zu sehen.
Mit der Ausstellung zu Michelangelo und der Florentiner Republik verfolgt das RLMB somit drei hochrangige Ausstellungsprojekte zum Thema "Gewalt und Macht" aus unterschiedlichen Epochen, mit unterschiedlicher Perspektive und mit sicherlich überregionaler Ausstrahlung.
Das Rahmenprogramm des RLMB wird das sehr aktuelle Thema der Trilogie vertiefen und dabei auch neue Wege der Vermittlung beschreiten, unter Einbeziehung von Angeboten und Seminaren im Bereich Streitschlichtung, Gewaltprävention und Coolnesstraining, um auch hierüber neue Besuchergruppen zu aktivieren und das Museum als Bildungsträger zu profilieren.

Kosten- und Finanzierungsstand:
Für die zusätzliche Ausstellung zu Michelangelo werden Eigenmittel in Höhe von 100.000,- € inklusive Transport (mit Polizeibegleitung in Deutschland und Italien) und einem zweisprachigen Katalog mit 176 Seiten aus den Mitteln des RLMB benötigt. Die Finanzierung dieser Ausstellung erfolgt über die 2006 erwirtschafteten Mehreinnahmen.
Zusätzliche Sponsorenverhandlungen werden umgehend aufgenommen.

Weitere Ausstellungsplanungen
Zu den weiteren in Planung befindlichen Ausstellungen des RLMB, über die zuletzt mit Vorlage Nr. 12/2010 berichtet wurde, besteht derzeit kein neuer Sachstand.

In Vertretung



K a r a b a i c


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