7 Kapitel] Die Marienwunder von Chartres zwischen Legende und



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Chartres: Die Entstehung eines Mythos


Die Jungfrau von Chartres werde fast im ganzen lateinischen Erdkreis verehrt, notierte zu Beginn des 12. Jahrhunderts der Benediktiner Guibert von Nogent im autobiographischen Teil seiner »De Vita sua«22. Als zu Beginn des 13. Jahrhunderts, zwischen 1210 und 1215, ein unbekannter Kanoniker des Domstifts von Chartres23 eine Auswahl bemerkenswerter Gebetserhörungen in einem Büchlein zusammentrug, war von einer »internationalen« Bedeutung des Mariensanktuars allerdings kaum etwas zu spüren24. Folgen wir der Herkunft der im Wunderbuch erwähnten Pilger (vgl. Karte VII), so beschränkt sich das geographische Einzugsgebiet der Wallfahrt auf einen Radius von rund 30 Kilometern. Gemessen an der damaligen Reisegeschwindigkeit, entspricht dies ungefähr einer Entfernung von ein bis zwei Tagereisen. Auch von den normannischen Pilgerkontingenten, die 1144/1145 Erzbischof Hugo von Rouen und Abt Haimo von Saint-Pierre-sur-Dive erwähnten, ist nirgends mehr die Rede. Den Regionalcharakter der Wallfahrt durchbrechen einzig zwei Pilger aus Aquitanien25. Die beiden »Südfranzosen« werden uns später beschäftigen.

Der legendäre Sieg über die Normannen

Seit ihren Anfängen zu Beginn des 12. Jahrhunderts und teilweise noch bis in unsere Gegenwart hinein umhüllt ein undurchsichtiger Schleier von Legenden die Marienwallfahrt von Chartres. Dies betrifft einerseits das Alter der Wallfahrtskirche und die Geschichte ihres Rehquienschatzes, andererseits auch ihre »nationale« Bedeutung26.

22 Guibert von Nogent, De Vita sua I, 16. ed. E.-R. labande (1981), S. 129.

23 Abbe Clerval geht davon aus, daß die Verfasserschaft einem gewissen Gilon von Auxerre zugeschrieben werden kann, vgl. A. clerval, Les ecoles de Chartres au moyen äge (du Ve au XVIe siede), These Paris 1895, S. 355. Langlois erhebt jedoch den Einwand, der Name sei erst im 16. Jahrhundert zugefügt worden (E. langlois, Les manuscrits des Miracles de N. D. de Chartres, in: RM 2 [l 906], S. 65).

24 Vgl. Miracula B. Mariae Virginis in Carnotensi ecclesia facta, vel ad laudem ipsius alibi patrata et ibi scripto mandata, in: Bibliotheca Apostolica Vaticana, Ms. Regina 339. fol. 55-69, ed. A. thomas, in: BEC 42 (1881), S. 505-550, sowie die jüngste Edition von P. kunstmann (1973), welche die Ausgabe der mittelfranzösischen Übersetzung begleitet. Zur Beschreibung der Handschrift vgl. A. WILMART, Codices Reginenses latini: Cod. 251-500, Bd. II, Vatikan 1945, S. 267 ff.

25 Nur mit Vorbehalten darf hier von einem Diözesankult geredet werden, zumal sich auch Gläubige aus den anliegenden Diözesen Auxerre (IV), Paris (VI) und Le Mans (XXIV) unter den Pilgern befanden.

26 Dazu zählen besonders die Bestrebungen des Kartulars (1472), den Wiederaufbau der 1194 abgebrannten Kirche in die Zeit Bischof Fulberts von Chartres zurückzuversetzen, vgl. dazu den Literaturüberblick bei J. VAN DER meulen, Recent Literature on the Chronology of Chartres Cathedral, in: Art Bulletin 49 (1967), S. 152-172, sowie R. branner, Chartres Cathedral, London 1969, S. 93 f.
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Sorgsam verschweigt man gewöhnlich, daß Karl der Kahle die »heiligste« Hemdreliquie 876 dem kaiserlichen Aachen entwendet hatte27. Die Legende verknüpft die Hemdreliquie mit der Geschichte der Normanneneinfälle28. Zu Beginn des 11. Jahrhunderts berichtet Dudo von Saint-Quentin (+vor 1043) erstmals, Bischof Walter von Chartres habe anläßlich des Normanneneinfalls von 911 den Herzog Richard von Burgund und den Grafen Ebel von Poitou um Hilfe gebeten. Mitten im Schlachtgeschehen, als das Heer der Christen den Heidenscharen gegenüberstand, sei der Bischof in Begleitung von Klerus und Bürgern feierlich in Meßgewandung aus der Stadt geschritten und habe den Geschossen und Schwertern der Feinde ein Kreuz und die Tunika der heiligsten Jungfrau entgegengehalten29. Nur kurz streift Dudo die Reliquie, deren apotropäische Kraft noch ein Kreuz erhöhen muß30. Rund hundert Jahre später, mehr oder weniger zeitgleich mit Guiberts autobiographischer Notiz31, verschiebt sich die Erzählperspektive der Chronisten: Man klammert die Mithilfe des Herzogs von Burgund und des Grafen von Poitou aus; das Kampfgeschehen fokussiert sich auf die Stadt, und man erhebt die Hemdreliquie zur alleinigen Bezwingerin der Normannen32. Wilhelm von Malmesburys »Gesta Regum Anglo-rum« (1125) präzisieren beispielsweise, die Ungläubigen seien wie Piraten über das unbewaffnete, mauerlose Chartres hergefallen33. Bischof und Bürger hätten ihnen in modum vexilli das Hemd der Jungfrau entgegengehalten. Als die Normannen darauf spöttisch einen Pfeilhagel auf die wehende Reliquie niederprasseln lassen, folgt unverzüglich die göttliche Strafe. Die Belagerer seien auf der Stelle erblindet und konnten sich wie erstarrt weder vorwärts noch rückwärts bewegen. Schließlich hätten die Bewohner der Stadt sie allesamt niedergemetzelt34. Der Sieg der Hemdreliquie verbreitete sich über die literari-

27 Die Hemdreliquie ist urkundlich erst seit dem 11. Jahrhundert belegt (vgl. dazu Dudo von Saint-Quentin in Anm. 29). H. schiffers (Karls des Grossen Reliquienschatz und die Anfänge der Aachenfahrt, Aachen 1951, S. 56) konnte jedoch überzeugend nachweisen, daß sie 876 beim Überfall Karls des Kahlen auf Aachen entwendet wurde.

28 Zur historiographischen Überlieferung der normannischen Belagerung vgl. 0. guillott, La conversi-on des Normands peu apres 911: des reflets contemporains ä l'historiographie, in: CCM 24 (1981), S. 181-219, undJ. lair, Le siege de Chartres par les Normands (911), in: Congres archeologique (1900), S. 176-225. 29 Dudonis sancti Quintini, De moribus et actis primorum Normanniae ducum c. 23, ed. J. lair (1865), S. 162. - Vgl. auch Cartulaire de Saint-Pere de Chartres c. 23, ed. B. guerard, Bd. I (1840), S. 46 f., sowie die Version des Stefan von Bourbon, Tractatus de diversis materiis predicabilibus, ed. A. lecoy DE LA marche (1877). S. 112, Nr. 132.

30 C. gaier, Le role militaire des reliques et l'etendard de saint Lambert dans la principaute de Liege, in:

MA 72 (1966), S. 235-249, und F. graus, Der Heilige als Schlachthelfer - Zur Nationalisierung einer wundererzählung in der mittelalterlichen Chronistik, in: Festschrift für Helmut Beumann, hg. von K.-U. jäschke und R. wenskus. Sigmaringen 1977, S. 330-348. - Größere Verbreitung fand der Brauch, Reliquien ins Kampf geschehen miteinzubeziehen, allerdings erst im Verlauf des 12. Jahrhunderts. Von einem ähnlichen Vorfall berichtet rund hundert Jahre später auch Suger im seinem »Leben Ludwigs des Dicken« (um 1142/1143). Suger, Vie de Louis VI le Gros XXV, ed. und übers., ed. H. WAQUET (1964), S. 198. Eine feierliche Prozession der Stadt, der das Hemd der Jungfrau vorausgetragen wurde, habe 1118/1119 den französischen König dazu bewogen, von der Belagerung Chartres abzusehen.

31 Guibert von Nogent (De Vita sua I, 16, S. 129) nennt nur unbestimmte »Reliquien«.

32 Vgl. die Analysen von R. kaiser, Bischofsherrschaft zwischen Königtum und Fürstenmacht, Bonn 1981, S. 411 f., und WILSON (wie Anm. 9), S. 186 f.

33 Cartulaire de Saint-Pere c. 22, ed. B. guerard, Bd. I (1840), S. 45, vgl. dazu A. chedeville, Chartres et ses campagnes (XIe-XIIIe siecles), Paris 1973, S. 397-401.

34 Wilhelm von Malmesbury, Gesta Regum Anglorum II, 127, ed. W. stubbs (1889), S. 138.
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sehen Marienmirakelsammlungen normannischer Herkunft35 und erlangte durch die »Legenda aurea« des Dominikaners Jakobus von Voragine (Varazze) schließlich gesamteuropäische Bedeutung36.

Die Hemdreliquie und ihr Einsatz als Schlachthelferin knüpfen an byzantinische Vorbilder an37. Es waren wiederum die Marienlegendensammlungen, die das Wissen um den heiligen Rock der Blanchernenkirche in Konstantinopel dem abendländischen Publikum vertraut gemacht hatten. Die Parallelen zwischen den beiden Reliquien und Legendentraditionen zeigen deutlich, daß die Autoren mit dem Gedanken spielten, Chartres zum abendländischen Byzanz zu erheben38. Der Bedeutung der Stadt im symbolischen Tauziehen zwischen Ost- und Westkirche hat man bislang wenig Aufmerksamkeit gewidmet. Die Ansicht herrscht vor, die Entwicklung der Hemdlegende sei als Reaktion auf den kulturellen Niedergang des ehemaligen Schulzentrums zu verstehen, das gegen Ende des 12. Jahrhunderts zusehends in den Schatten von Paris geriet39. Die Legendenbildung geht jedoch dem Niedergang der Schule von Chartres zeitlich voraus. Auch ihre herrschaftslegitimierende Note im Widerstreit zwischen Domstift und Stadt bildete sich erst im 15. Jahrhundert aus40.

35 Der erste Beleg findet sich in der vermutlich ältesten literarischen wundersammlung des Priors Domi-nic von Evesham, die unter dem Einfluß Anseims des Jüngeren zwischen 1120 und 1130 verfaßt wurde (vgl. southern [wie Anm. 8], S. 176-216). Um 1140 nahm Wilhelm von Malmesbury den Stoff erneut in seiner Marienmirakelsammlung auf: Hinc extra Angliam pergat et Carnotum evagetur oratio, quid in eadem urbe per Beate Virginis Marie suffragwm in Rollonem et Normannos actum sit dictura. Ille enim, totapene Gallia et maxime circa maritima grassatus, cum nichil furenti obsisteret eo, quod Galliens ensis Normannicis bipennibus cederet, apud Camotum hesit. Namque cives, nec armis nec muris confisi, Beate Marie auxilium implorant camisiamque gloriosissime Virginis quam, a Constantinopoli sibi allatum, unus ex Karolis ibi posuerat, super propugnacula in modum vexilli ventis exponunt. Hostes visam ridere et in eam per inane sagittas moliri et dirigere. Set mox Dei ultione cecati, nec retro pedem ferre nee ultra tendere valuere. Id oppidani letis animis conspicati, precipitatis saltibus egressi sunt, multaque cede Normannorum, quantum fortuna aspirabat, gaudium satiarunt suum. Evasit tarnen Rollo, quem sue fidei Deus reservabat (An Edition of William of Malmesbury's Treatrise on the Miracles of the Virgin Mary. With an account of its place in his writings and in the development of Mary Legends in the Twelfth Century, ed. P. N. carter [1959], Bd. II, S. 147). - Vgl. dazu auch F. C. tubach, Index exemplorum. A Handbook of Medieval Religious Tales, Helsinki 1969, S. 378, Nr. 5003 (A. poncelet, Miraculorum B.V. Mariae quae saec. VI-XV latine conscripta sunt Index, in: AB 21 [l 902], S. 250, Nr. 76), sowie die anglo-normannischen Sammlungen bei C. neuhaus, Die Quellen zu Adgars Marienlegenden, Diss. Aschersleben 1882, S. 25 f. und 127-130, Nr. 20; kjellman (wie Anm. 9), S. 15-19, Nr. 5; H. L. D. ward, Catalogue of Romances, Bd. II, London 1893, S.603.

36 Jacobus von Voragine, Legenda aurea, vulgo Historia Lombardica dicta, ed. Th. graesse (1846), S. 510, Nr. 119 [Jacques de Voragine, La Legende doree, übers, von J.-B. roze, Bd. II (1967), S. 9l], vgl. dazu A. boureau, La legende doree. Le Systeme narratif de Jacques de Voragine (+ 1298), Paris 1984.

37 BN, Ms. lat. 18168, fol. 66r (Saint-Denis, 10. Jh.) und Bibl. Mazarine 693, fol. 109v (Saint-Remi. 10. Jh.), vgl. dazu G. G. meersseman (wie Anm. 10), S. 11 f., sowie A. mussafia, Über die von Gautier de Coinci benützten Quellen (wie Anm. 9), S. 37 ff., und dazu V. sussmann, Maria mit dem Schutzmantel, in: Marburger Jb für Kunstwissenschaft 5 (1929), S. 285-351.

38 Avril cameron, The Virgin's Robe: An Episode in the History of Early Seventh-Century Constantinople, in: Byzantion 49 (1979), S. 42-56, Christa belting-ihm, »Sub matris tutela«, Heidelberg 1976, S. 38-58, sowie N. H. baynes, The Supernatural Defenders of Constantinople, in: AB 67 (1949), S. 165-177.

39 chedeville (wie Anm. 33), S. 506. - Zur »Schule« vgl. N. M. häring, Art. »Die Schule von Chartres«, in: TRE 7 (1981), S. 698-703.

40 kaiser (wie Anm. 32), S. 411.


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Doch nicht nur die byzantinischen Vorlagen sind weitgehend unberücksichtigt geblieben; man hat auch kaum bemerkt, daß die Legende nicht »französischen«, sondern anglo-normannischen Ursprungs ist41. Von der Normandie aus wanderte sie zuerst nach England, von wo der Legendenstoff dann in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts erneut auf den Kontinent gelangte42. Dieselben Reiseetappen beobachten wir im übrigen auch bei der Legendentradition, die sich um den charismatischen Reformbischof Fulbert von Chartres (+ 1028) entwickelt hat43. Fulberts »Milchwunder« und die Hemdlegende lassen Zusammenhänge zwischen Chartres und der kontinentalen Territorialpolitik des englischen Königshauses vermuten. Dies bekräftigt im übrigen auch das Wunderbuch. Nirgends erwähnt der Autor Philipp August, unter dessen Ägide die Marienwunder von Deols (1187) standen44. Eingehender verweilt er indes bei dem englischen Königshaus, Richard Löwenherz und seiner Schwester Alice von Blois45. Auch die Liste der Heiligen am Ende des 26. Wunderberichts enthält einzig anglo-normannische Referenzen: »Die Kälte der menschlichen Herzen wird durch die Gnade des heiligen Geistes und die Kraft der Wunder zu glühender Liebe. [Gott] manifestiert seine Wunder nicht nur an Kirchenprälaten wie unter vielen anderen am seligen Thomas von Canterbury, nicht nur an Königen wie Heinrich von England oder seinen Söhnen oder an anderen Fürsten, auch nicht nur an >mittelständigen< Leuten wie dem heiligen Wilhelm von Pontoise oder anderen, deren Aufzählung langwierig und schwierig wäre46, sondern auch an all denen, die am

41 Über Dudo von Saint-Quentin gelangte der Bericht in die normannische Historiographie des 12. Jahrhunderts: Guillaume deJumieges, Gesta Normannorum ducum, ed. J. marx (1914), S. 26 f., und Le Roman de Rou de Wace, ed. A. J. holden, Bd. II (1971), S. 43. Zu deren herrschaftslegitimierenden Tendenzen vgl. U. broich, Heinrich II. als Patron der Literatur seiner Zeit, in: W. F. schirmer und U. broich, Studien zum literarischen Patronat im England des 12. Jahrhunderts, Köln-Opladen 1962, S. 42-93.

42 Die ersten kontinentalen Versionen sind die Handschrift Ms. Toulouse 482 I, 5, vgl. A. mussafia, Studien zu den mittelalterlichen Marienlegenden II, in: Sitzungsberichte der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften zu Wien, Phil.-Hist. Klasse 115 (1888), S. 19, und zu Beginn des 13. Jahrhunderts dann das Wunderbuch von Chartres selbst: Miracula B. Mariae Virginis in Carnotensi ecclesia facta XXVII, S. 549 f. üean le Marchant, Miracles de Notre-Dame de Chartres XXVIII, S. 217-221).

43 Zur Legende »Fulbert von Chartres« vgl. An edition of William of Malmesbury's Treatrise on the Miracles of the Virgin Mary (wie Anm. 35), Bd. II, S. 148 f.; Ms. Toulouse 482 III, 13, Nr. 57 (mussafia [wie Anm. 42], S. 28); kjellman (wie Anm. 9), S. 171-174, Nr. 38; neuhaus (wie Anm. 9), S. 130-135, Nr. 21;

Nigel of Canterbury, Miracles of the Virgin Mary, in verse, ed. J. ZlOLKOWSKI (1986), S. 37 ff., und dazu Paule beterous, A propos d'une des legendes mariales les plus repandues: le »lait de la Vierge«, in: Bulletin de l'Association Guillaume Bude 4 (1975). S. 403-411.

44 Vgl. dazu Kapitel l, Anm. 35.

45 Miracula B. Mariae Virginis in Carnotensi ecclesia facta XVII, S. 531-536. Die Kontakte zwischen Chartres und England entsprechen folglich familiären Verbindungslinien zwischen dem Grafenhaus von Blois und dem englischen Königshof, vgl. dazu R. R. bezzola, Les origines et la formation de la litterature courtoise en occident, Bd. IV, Paris 1963, S. 207-227, Rita lejeune, Röle litteraire de la famille d'Alienor d'Aquitaine, in: CCM l (1958), S. 319-337, DIES., Röle litteraire d'Alienor d'Aquitaine et de sä famille, in:

Cultura Neolatina 14/1 (1954), 5-57 und W. F. schirmer, Die kulturelle Rolle des englischen Hofes im 12. Jahrhundert, in: DERS. und U. broich (wie Anm. 41), S. 9-23.

46 Zu Thomas Becket vgl. F. barlow, Thomas Becket, London 1986, und zu seiner Verehrung ward (wie Anm. 7), S. 89-109, sowie R. C. finucane, Miracles and Pilgrims. Populär Beliefs in Medieval England, London u. a. 1977, S. 46 ff., 64 ff., 121 ff. und 162 ff. - Zu Wilhelm von Pontoise vgl. Bibliotheca Sanctorum 7 (1966), Sp. 480 f.
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geringsten geschätzt werden, das heißt an den armen Landarbeitern ...<<47. Die kulturellen und familiären Verbindungslinien zwischen Chartres und England überschatteten dessen politische Beziehungen zu Frankreich48. Darin liegt auch der Grund, weshalb wir einzig Fernpilgern aus dem normannisch besetzten Aquitanien begegnen.

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