7 Kapitel] Die Marienwunder von Chartres zwischen Legende und



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Die Marienwunder von Chartres zwischen Legende und Exemplum

Die literarischen »Miracula Beatae Mariae Virginis in Carnotensi ecciesia facta« (1210-1225)

Seit Beginn des 13. Jahrhunderts gesellten sich mit den Exempla-Samlaungen und den »Marialen« (Marienlegendensammlungen) zwei beachtliche Rivalinnen neben die althergebrachte Pastorale der Schreinwunder. Im Gegensatz zu den Autoren der marianischen Wunderbücher, unter denen - im übrigen bis ins Spätmittelalter - der Weltklerus überwog, rekrutierten sich die Verfasser der Predigermärlein aus den Reihen der jungen Reformorden, das heißt der Augustinerchorherren, Dominikaner und Franziskaner1. Das Exemplum entsprach ihrer Auffassung einer effizienten Laienpredigt besser als das Schreinwunder mit seinem säkularen Wunderautomatismus. Ja, sie begegneten diesem anfänglich sogar mit äußerster Skepsis. Während sich die Zisterzienser noch mit der Begründung am Wallfahrtstreiben stießen, es störe die kontemplative Ruhe des Klosterlebens2, witterte der Dominikaner und Inquisitor Stefan von Bourbon Heidnisches3. In seinem »Tractatus diversis materiis predicabilibus« kritisiert er recht unverhohlen die dem Schreinwunder zugrundeliegende Vorstellung, daß bestimmte religiöse oder semireligiöse Praktiken automatisch jenseitigen Erfolg zeitigen4. Der mechanistischen Glaubenskonzeption und ihren »einfachen Erzählformen« (Andre Jolles) zog man neue, komplexere Erzähltechniken und Stoffe vor, in deren Mittelpunkt die religiöse Unterweisung mit dem zeittypischen Schwergewicht auf der Beichte, der wahren Reue und natürlich der zusätzlichen Buße gerückt war5.

1 Vgl. u. a. Les Exempla medievaux, hg. von J. berlioz und Marie Anne polo DE beaulieu, Carcassonne 1992; Exempel und Exempelsammlungen, hg. von W. haug und B. wachinger, Tübingen 1991; Cl. BREMOND und J. le goff, L'Exemplum, Turnhout 1982, Faire croire. Modalites de la diffusion et de la reception du message religieux du XIIe au XVe siede, hg. von A. vauchez, Rom 1981, und J. le goff und J.-Cl. schmitt, Une parole nouvelle, in: Histoire vecue du peuple chretien, hg. von J. delumeau, Bd. I, Toulouse 1979, S.257-278.

2 Das »Exordium magnum« (Exordium magnum cisterciense sive Narratio de initio cisterciensis ordinis, auctore Conrado, monacho Claravallensi postea Eberacensi ibidemque abbate II, 1-20, ed. B. griesser [196l], S. 116 f.) berichtet etwa davon, verschiedene Äbte hätten dem toten Bernhard von Clairvaux verboten, Wunder zu vollbringen, da diese die kontemplative Ruhe des Klosters störten, vgl. dazu auch E. demm, Zur Rolle des Wunders in der Heiligenkonzeption des Mittelalters, in: AKG 57 (1975), S. 300-344.

3 Besonders in Zusammenhang mit der Verehrung »populärer Märtyrer« (vgl. F. graus, Volk, Herrscher und Heiliger im Reich der Merowinger, Prag 1965, S. 97 ff.): Stefan von Bourbon, Tractatus diversis materiis predicabilibus c. 370, ed. A. lecoy DE LA marche (1877), S. 325-328, vgl. dazu J.-C1. schmitt, Le saint Levrier. Guinefort, guerisseur d'enfants depuis le XIIIe siede, Paris 1979. Damit befindet er sich allerdings auch in Einklang mit karolingischen »Humanisten« wie Agobard und Amulo von Lyon, vgl. dazu die in Kapitel l, Anm. 81 aufgeführten Beiträge.

4 Beispielsweise der Glaube, das Ave Maria würde vor dem »bösen« Tod schützen (Stefan von Bourbon, Tractatus [wie Anm. 3], c. 370, S. 102 f.).
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Daß wir die Grenze zwischen Marienmirakel und Exempel dennoch nicht allzu scharf ziehen dürfen, legen die Wunderberichte der beiden Laoner Schreinfahrten nahe, die zeigen, in welchem Maß sich das Exempel anfänglich auf die Umdefinierung des Wunders an den hochmittelalterlichen Kathedralschulen stützen konnte. Unter dem Einfluß der Sentenzen des Magisters Anselm nehmen in den Laoner Reiseberichten Vorformen der spätmittelalterlichen Ständepastorale Gestalt an, die sich unter anderem kritisch gegen das städtisch-merkantile Laster der avaritia wenden. Dasselbe beobachteten wir während der zweiten Reliquienreise durch Südengland auch hinsichtlich der Büß- und Beichttheologie. Auch die Überlieferungsgeschichte des Soissonner »Libellus« verdeutlicht, wie eng Mirakel und Exempel im 13. Jahrhundert noch ineinandergreifen konnten, mehr noch, daß die breitangelegten Exempla-Summlungen. das Schreinwunder teilweise sogar ganz verschluckten, was natürlich auch einschneidende inhaltliche Akzentverschiebungen nach sich zog: Indem sich die Wunder von Laon, Soissons und Rocamadour in den französischen Exempla-Sammlungen des ausgehenden 12. und des 13. Jahrhunderts gleichwertig gegenübertreten, verlieren sie ihre kultpropagandistische Note und ihren ausgeprägten Lokalcharakter: Maria erhebt sich von der individualisierten Jungfrau von Coutances, Laon oder Saint-Pierre-sur-Dive damit zu einer ortsunabhängigen, universalen Thaumaturgin6.

Nicht nur die Exempla- Literatur, auch die marianischen Legendensammlungen begannen gegen Ende des 12. Jahrhunderts immer deutlicher mit den lokalen Schreinwundern der Jungfrau zu konkurrieren7. Innerhalb weniger Jahrzehnte hatten sie sich von England ausgehend auf dem Kontinent verbreitet8. Alfons Mussafias Handschriftenstudie zufolge entwickelten sie sich in Kürze zu einer regelrechten Massenliteratur, die der »Legenda aurea« an Beliebtheit kaum nachstand9. Von den lokalen Schreinwundern unterscheiden

5 J. berlioz, »Quand dire c'est faire dire«. Exempla et confession chez Etienne de Bourbon (+ 1261), in: Faire croire (wie Anm. l), S. 299 ff.; DERS., Le recit efficace: l'exemplum au Service de la predication (XIIIe-XVe siecles), in: Rhetorique et Histoire. L'»exemplum« et le modele de comportement dans le discours antique et medieval, Rom 1980, S. 113-146; J.-Ch. payen, La penitence dans le contexte culturel des XIIe et XIIIe siecles: des doctrines contritionnistes aux penitentiels vernaculaires, in: Revue des sciences philosophiques et theologiques 61 (1977), S. 399-428.

6 Zu den »nationalen« Auswahlskriterien von Schreinwundern in den Exempla-Sammlungen des 13. Jahrhunderts vgl. Kapitel 5, Anm. 16.

7 Ihren französisch-cluniazensischen Vorläufern sind wir in Zusammenhang mit Walter von Compiegnes »Gontradewunder« begegnet. Bis Ende des 12. Jahrhunderts beschränkten sich diese Sammlungen jedoch vorwiegend auf das klösterliche Milieu, vgl. dazu Benedicta ward, Miracles and the Medieval Mind. Theory, Record and Event, London 1982, S. 192-200.

8 Weiterhin grundlegend zu den Anfängen der Gattung R. W. southern, The English Origins of the »Miracles of the Virgin«, in: Medieval and Renaissance Studies 4 (1958), S. 176-216, und auch H. fuhrmann, Zu den Marienwundern in der Vita Gregorii VII papae des Paul von Bernried, in: Ecciesia et regnum, hg. von D. berg und H.-W. götz, Bochum 1989, S. 111-120.

9 A. mussafia, Studien zu den mittelalterlichen Marienlegenden I-V, in: Sitzungsberichte der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften zu Wien, Phil.-Hist. Klasse 1886-1898, und DERS., Über die von Gautier de Coinci benützten Quellen, in: Denkschriften der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften zu Wien 44 (1896), S. 1-58, sowie H. hilg, Art. »Marienmirakelsammlungen«, in: Verfasserlexikon 6 (21987), S. 19-42 (allerdings mit einigen gravierenden Mängeln). - Vgl. u. a. auch die jüngeren Beiträge und Editionen von Nigel of Canterbury, Miracles of the Virgin Mary, in verse, ed. J. ZlOLKOWSKI (1986); Alfonso X, 0 Sabio, Cantigas de santa Maria, 4 Bde., ed. W. mettmann (1959-1972); Gonzalo de Berceo, Los Milagros de Nuestra Senora, ed. B. dutton (1971); Marienlegenden aus dem alten Passional, ed. H.-G. richert (1965);

Mary V. gripkey, Mary Legends in the Italian Manuscripts in the Major Libraries of Italy. Groups I-III,


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sich die Legendensammlungen primär dadurch, daß sie die heilsökonomische Mittlerfunktion der Muttergottes betonen10. Maria »spezialisiert« sich darin auf alle nur erdenklichen »monströsen« Sünden - um auf einen Begiff von Jean-Charles Payen zurückzugreifen11. Die himmlische Advokatin läßt für alles und jeden Nachsicht walten, vorausgesetzt die Betroffenen empfinden wahre Reue und leisten Buße für ihre Vergehen. Darunter fallen Kindstötung, Selbstmord, Inzest, Teufelspakt und anderes12. Die Hölle entvölkert sich zusehends13. Im gleichen Zuge entwickelten die Legendensammlungen ausgeprägt antisemitische Züge14 - diese sind den lokalen Schreinwundern der Jungfrau grundlegend fremd.

Mit der wachsenden Zahl umgangssprachlicher (vernakulärer) und von aristokratischen Mäzenen geförderter Übersetzungen der Marienlegenden emanzipierte sich das literarische Mirakel auch schrittweise von seinem ursprünglich geistlichen Umfeld15. Dabei

in: MS 14 (1952), S. 1-47; I. paltrinieri und G. sangalli, Un'opera finora sconosciuta: »II Über miraculorum B. M. V.« di fra b. Tridentino, in: Salesianum 12 (1950), S. 372-397; The Stella Maris of John of Garland, ed. Evelyne F. wilson (1946); La deuxieme collection anglo-normande des Miracles de la sainte Vierge et son original latin. Avec des miracles correspondant dans les mss. fr. 375 et 818 de BN, ed. H. kjellman, Paris-Uppsala 1922; II libro dei cinquanta miracoli della Virgine, ed. E. levi (1917).

10 Zur Interzession vgl. u. a. H. barre, L'intercession de la Vierge aux debuts du moyen äge occidental, in: Etudes mariales 23 (1966), S. 77 ff., DERS., Prieres anciennes de l'Occident ä la Mere du Sauveur, des Ori-gines ä Saint Anseime, Paris 1963; J. galot, L'intercession de Marie, in: Maria. Etudes sur la sainte Vierge, hg. von H. Du manoir, Bd. VI, Paris 1961, S. 514-550; G. G. meersseman, Der Hymnos Akathistos im Abendland, 2 Bde., Freiburg/CH 1958 und 1960; Mary V. gripkey, The Blessed Virgin Mary as Mediatrix in the Latin and Old French Legend Prior to the Fourteenth Century, Diss. Catholic University of America, Washington/DC 1938.

11 Paule beteroux, Pardon et repression de la faute dans le conte de soteriologie mariale en gallo- et iberoroman, in: La faute, la repression et le pardon, Paris 1984, S. 421-434, sowie J.-Ch. payen, Le motif du repentir dans la litterature francaise medievale, Genf 1967, S. 519 ff.

12 G. signori, Rechtskonstruktionen und religiöse Fiktionen, in: Trauer, Verzweiflung und Anfechtung:

Selbstmord und Selbstmordversuche in mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Gesellschaften, hg. von DERS., Tübingen 1994, S. 9-54; R. chartier, Der wunderbar errette Gehenkte. Über eine Flugschrift des 16. Jahrhunderts, in: DERS., Die unvollendete Vergangenheit. Geschichte und die Macht der weltauslegung, Berlin 1989, S. 83-119; D. buschinger, Das Inzest-Motiv in der mittelalterlichen Literatur, in: Psychologie in der Mediävistik, hg. von J. KÜHNEL u. a., Göppingen 1985, S. 107-140, L.-F. flutre, De la pecheresse qui etrangia trois enfants, in: Melanges offerts a Rene Crozet, hg. von P. gallob und Y.-J. rjon, Bd. II, Poitiers 1967, S. 1293-1302, und K. plenzart, Die Theophiluslegende in den Dichtungen des Mittelalters, Berlin 1926.

13 Folgen wir Gautier von Coincis diesbezüglichen Bemerkungen (Comment Theophilus vint a penit-ence, ed. V. F. koenig, Bd. II [196l], S. 241, vgl. dazu auch M. DE combarieu, Comment Theophilus vint a penitence de Gautier de Coinci et dans le Miracle de Theophile de Rutebeuf, in: Le diable au Moyen Age. Senefiance 6 [l 979], S. 155-182, sowie G. gros, Le diable et son adversaire dans l'Avocade Nostre-Dame, in: ebd., S. 237-258).

14 Vgl. G. dahan, Les Juifs dans les miracles de Gautier de Coincy, in: Archives juives 16 (1980), S. 41-49 und 59-68, und DERS., Saints, demons et juifs, in: Santi e demoni neU'alto medioevo occidentale, Spoleto 1989, S. 609-642, sowie allgemein Valerie I. J. flint, Anti-Jewish Literature and Atritudes in the Twelfth Century, in: Journal of Jewish Studies 37 (1986), S. 39-57 und 183-205. 15 Die Unterscheidung zwischen »literarischen« und »lokalen« wundersammlungen geht auf A. mussa-FIA [Studien zu den mittelalterlichen Marienlegenden I, in: Sitzungsberichte der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften zu Wien, Phil.-Hist. Klasse 113 (1886), S. 918] zurück. Sie wird den Unterschieden zwischen Marienlegende und Schreinwunder aber nur unzureichend gerecht. Wie ich bemerkt habe, unterscheiden sich diese primär durch die unterschiedlichen Funktionen der Marienverehrung (etwas vergröbert
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zeichnet sich eine Verschmelzung von höfischer Dichtung und geistlicher Literatur ab, die die Grenzen zwischen Marienkult und Minnedienst aufweichte16. Gleichzeitig nahm das literarische Mirakel schließlich auch seinen festen Platz in der Spielmannsliteratur eines Rutebeuf oder eines Jehan von Saint-Quentin ein17.

Auch Form und Inhalt des Schreinwunders erfuhren im Gefolge dieser Entwicklung einschneidende Veränderungen. Stärker als die Wallfahrtsbücher des 11. und 12. Jahrhunderts begannen sich die ersten spätmittelalterlichen Sammlungen an Vorbildern der zeitgenössischen Historiographie zu orientieren. Traditionell Hagiographisches - wie unter anderem himmlische Prozessionen oder Kerzenwunder - trat immer deutlicher in den Hintergrund. Auch die didaktisch-disziplinierenden Wundertypen büßten langsam an Bedeutung ein, und dies zugunsten einer oft etwas einseitigen Kultpropaganda. Doch nicht nur die Wunderkonzeption, sondern auch die Wunderpraxis veränderte sich im Verlauf des Jahrhunderts immer deutlicher. Vom säkularen Schreinwunder verwandelte sich das Mirakel langsam in ein Invokationswunder. Das Wirkungsfeld der Heiligen atomisierte sich, das heißt, ihre virtus war nicht mehr auf den unmittelbaren Kontakt mit dem Sakralen beschränkt18. Die Heiligen standen den Gläubigen somit bald jederzeit und allerorts zur Seite. Dies führte dazu, daß neben die traditionsreichen Wunderheilungen vermehrt Anrufungen um Schutz in Notsituationen (bei Unfällen, Schiffbruch, Feuersbrunst, Tod und ähnlichem) traten19. Damit hängt auch zusammen, daß Kinder zusehends in den Mittelpunkt des Wundergeschehens treten konnten. Dies entsprach einer Entwicklung, die sich schon - allerdings noch zaghaft - in den anglo-normannischen und nordfranzösischen Wundersammlungen des Hochmittelalters abgezeichnet hatte. Im Verlauf des 13. Jahrhunderts nahm sie jedoch schärfere Konturen an20.

Kurzum, im ausgehenden 12. und 13. Jahrhundert beobachten wir in der traditionellen Wunderauffassung bedeutsame Akzentverschiebungen. Exempla- und Marienlegendensammlungen konkurrieren mit den marianischen Wunderbüchern; Invokationswunder lösen die traditionellen Schreinwunder ab; Kinder beleben das Wallfahrtsgeschehen, und im Gefolge der wachsenden Verbreitung religiöser Bilder tritt zusehends eine neue Religiosität des Blickes an die Stelle der früheren Berührungsmagie21. In diesem Kontext mit-

Thaumaturgie versus Heilsökonomie). Dasselbe gilt im übrigen auch für die beiden Definitionsversuche von H. D. oppel, Exemplum und Mirakel. Versuch einer Begriffsbestimmung, in: AKG 58 (1976), S. 96-114, und Uda ebel, Das altromanische Mirakel, Heidelberg 1965.

16 Was bei dem Benediktiner Gautier von Coinci besonders deutlich ist.

17 Vgl. u. a. Rutebeuf, Poemes pour prier Notre-Dame, in: OEuvres completes de Rutebeuf, ed. E. faral undJ. bastin, Bd. II (1960), S. 235-252, und Jehan von Saint-Quentin, Dits en quatrains d'alexandrins monorimes, ed. B. munk olsen (1976).

18 A. vauchez, La saintete en Occident aux derniers siecles du Moyen Age, Rom 1981, S. 519-529.

19 Ebd., S. 530-540.

20 G. signori, Bauern, Wallfahrt und Familie: Familiäres Verantwortungsbewußtsein im Spiegel spätmittelalterlicher Marienwallfahrten. Die Wunderbücher »Unserer Lieben Frau« im Gatter im Münster von St. Gallen (1479 bis 1485), in: ZSKG 86 (1992), S. 121-158; Ch. krötzel, Parent-Child Relations in Me-dieval Scandinavia According to Scandinavian Miracle Collections, in: Scandinavian Journal of History 14 (1989), S. 21-37; N. ohler, Alltag im Magdeburger Raum zur Zeit der heiligen Elisabeth, in: AKG 67 (1985), S. 1-40; vauchez (wie Anm. 18), S. 544-558; H. zielinski, Elisabeth von Tühringen und die Kinder. Zur Geschichte der Kindheit im Mittelalter, in: Elisabeth, der Deutsche Orden und ihre Kirche, von A. liebing und H. liebing, Marburg 1983, S. 27-38. 21 Näheres dazu in Zusammenhang mit Straßburg (Kapitel zehn).
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einander konkurrierender Gattungen und fortschreitender Grenzauflösung zwischen Marienlegende, Exempel und Mirakel ist nun auch die Wundersammlung von Chartres angesiedelt, die sich in ihrer Eigenwilligkeit auch als einmalig unter den marianischen Wunderbüchern der Zeit erweist.

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